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Fellphilosophie · Trampolin

Die Sache mit dem Wind von unten.

Manami liegt entspannt auf ihrem Trampolin im Garten.

Menschen glauben,
Trampoline seien zum Springen da.

Das ist eine interessante Theorie.

Ich habe sie beobachtet.

Sie springen hoch.
Dann wieder herunter.
Dann wieder hoch.
Dann wieder herunter.

Das erschien mir auf Dauer
etwas ineffizient.

Ich beschloss daher,
eigene Untersuchungen anzustellen.

Ich legte mich darauf.

Auf den Rücken.

Aus wissenschaftlichen Gründen.

Und dann geschah etwas Erstaunliches.

Der Wind arbeitete plötzlich
auch von unten.

Sanft.

Angenehm.

Fast höflich.

Ich hielt das zunächst
für einen technischen Defekt.

Es stellte sich heraus:

Das war Absicht.

Menschen hatten offenbar
eine schwebende Liegefläche entwickelt
und sie versehentlich als Spielgerät verkauft.

Solche Missverständnisse kommen vor.

Seitdem gehört das Trampolin
zu meinen wichtigsten Sommerprojekten.

An heißen Tagen
verbringe ich dort die Nächte.

Über mir die Sterne.

Unter mir der Wind.

Dazwischen sehr viel Fellzufriedenheit.

Menschen benutzen Trampoline,
um der Erde kurz zu entkommen.

Ich benutze sie,
um dem Sommer besser zu begegnen.

Ich halte meine Lösung
für nachhaltiger.

🐾

– Manami